Aus dem Job heraus kommt einem dieser Vertreter seiner Zunft häufig kurz vor Ende seiner Schaffenzeit unter. Im direkten Kontakt fair, geradezu liebenswert freundlich aber dann..... zieht er hinter dem Rücken in vertrauter Männerrunde so richtig über sie her. Nein, nicht fachlich. Da kann er zum einen nicht mitreden und zum anderen ist da ja auch nichts. Die Kollegen würde da nie darauf einsteigen. aber... viel suptiler.... wer kennt denn die Bettgeschichten???? Wenn über die gesprochen wird, werden die Blicke lüstern, das Lachen lauter, der Humor schräger und ein Wort ergibt das andere..... Wahrheitsgehalt: NULL. Alles erfunden, erlogen, gesponnen und angerührt mit mehr und mehr Alkohol, wird aus diesem Erotikdunstschwaden auf einmal ein Geist mit Konturen, die selber leben können... Die Runde geht auseinander und siehe da, ein jeder nimmt den Geist mit, erzählt ihn weiter und gibt dem Geist Fleisch und Saft.. Überprüfung der Inhalts: ? nein, da müsste man ja denjenigen DIREKT fragen. Und das bei Bettgeschichten???? pssst, wer hat denn nicht schon mal selber... na, ja, nach der Feier, al la Beckenbauer "geschaut!!" Und aus kompetenten erfahrenenen Munde, kann das ja auch ohne eigene Überprüfung stimmen! oder? nebst, sind dolche "solchge" Geschichten die reinste Träumerei. Der Schatten haftet an einem, man hat ihn erkannt, evtl. auch gehört... aber bereinigen??? Laut Aufstehen und sagen: "ICH HABE NIX IM BETT MIT DEM UND DEM!" wohl kaum - oder: "WAS GEHT EUCH DAS AN??" geht auch nicht.... verletzend ist das, wenn man selber jemanden liebt, der von diesem Geist hört und ja auch nichts unternehmen kann.... Nur eines kann man getrost vergessen: Den Verursacher darauf ansprechen.... er streitet ab, der Nebel des Alkohols ist sein Verbündeter und er wird weiter der grand segnieur bleiben....
nordlicht0606 - 25. Okt, 15:07
Wenn man alleine, nahezu annonym in einem kleinen Ort wohnt, kommt unweigerlich der Punkt, dass Geist und Körper gravierend nachlassen. Solange man diesen Punkt noch selber erkennt, denkt man ja auch, das man dieses human Lösen kann. Weit gefehlt! Denn meistens ist dann der Grad der Selbständigkeit insoweit unterschritten, dass Zeitgefühl und Handlungsfähigkeit noch richtiges Halndeln zulassen. Und dann? Hoffen Sie dann auf Verwandschaft und Nachbarn? Bitte nicht - denn Sie waren ja immer Selbständig und wollen es nicht wahr haben, dass Sie jetzt auf fremde Hilfe angewiesen sind! Wehe, wenn Sie Angehörige haben, die sich kümmern wollen, aber gestzlich gesehen, nicht dürfen! Die sehen Ihr Elend, sind machtlos gegenüber der Altersstarrheit und dem Grad der dadurch entstehenende Verwahrlosung und Rennen sich die Hacken wund! Die einen verspotten sie direkt und nennen sie "Erbschleicher", die anderen erzählen, dass ein Vormund/Betreuer innerhalb 1-2 Wochen bestellt wird. Fazit: Sie schreiben, telefonieren und aktivieren 1-2 Monate die Polizei (Fürsorgepflicht), Sozialstation ( körperliche Hygiene!), Psychologischer Dienst ( geistige Betreuung) und und und. In dieser ganzen Zeit wird dem "alten gebrechlichen Mensch seitens unserem Sozialstaat NULL geholfen. Er vegetiert nachwievor in seinem eigenen Dreck, wofür er sich so schämt, dass er die eigene Verwandschaft nicht mehr hereinlässt, er verkommt körperlich und geistig und hat selber weder Kraft noch Wissen, sich selber zu helfen! Behörden und Institutionen glänzen durch das Vermissen von "Verantwortungsübernahme für die eigene Aufgabe" und schieben den "stinkenden" Vorgang von Büro zu Büro. Der alte Mensch verkommt, sieht aus wie der letzte Bahnhofspenner, hat zu Hause aber Berge von unausgepackter Wäsche, die er ja selber nicht mehr erkennt! Er kann sich an nichts mehr richtig erinnern, hat aber Schamgefühl und GEfühle für sein eigenen Elend und kämpft innerlich stets gegen den eigenen "Dreck"! Das so ein Mensch sich auch überlegt, ob er auf dieser Welt noch erwünscht ist, oder ob er sich nicht besser was antut, solange er das noch selber beeinflussen kann, ist verständlich. Muss denn wirklich erst was schlimmes passieren? Die Nachbarschaft greift ein, wenn sie jemanden nachts im Pyjama auf der Strasse findet. Ok, sie versucht auch Kontakt zu den Angehörigen zu nehmen. Aber: die Angehörigen können wedern dem alten Mann zu sich nehmen ( selber alt und gebrechlich), noch können sie die Formalitäten erfüllen, denn sie dürfen von gesetzeswegen nicht! Der alten Mensch selber, gibt in diesem Zustand nicht mehr die Einwilligung. Er ist misstraurisch, verängstigt und fühlt sich alleine und dreckig. Es ist entsetzlich inhuman, was dann mit dem Mensch passiert! Er kommt in ein Heim oder wenn er Glück hat, betreutes Wohnen. Gut, er wird betreut, die Wohnung für ihn gesäubert, das finanzielle geregelt und ansonsten mit Medikamenten beruhigt. Es ist wirklich in unserem Sozialstaat ein Segen alt zu werden!
nordlicht0606 - 25. Okt, 14:50